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Zu Beginn der 80er Jahre pflegte ich ein besonderes Interesse an Astrologie und las ein Buch nach dem anderen zum Thema. Software zum Erstellen von persönlichen Horoskopen (so richtig nach der genauen Geburtsminute und dem Geburtsort!) habe ich stets im Computer. Für wirklich professionelle Auswertungen kenne ich mich nicht gut genug aus und ich möchte auch niemandem nahelegen, ein Horoskop höher zu erheben als bis zum Denkanstoß, zum Anlaß zu eigenen Überlegungen, zur Anregung.

Für mich ist ein Horoskop eine schlichte Symbolosierung dessen, was einem sozusagen "in die Wiege gelegt" worden sein könnte. Was ich selbst daraus mache, ist (gottseidank) eine andere Frage.

Das Folgende ist (m)eine kurze Erläuterung, die ich bei von mir abgerufenen Computerausdrucken voranstelle.




Was ein persönliches Horoskop ist


Eines gleich vorweg: Für astrologische Grundlagen, Zusammenhänge und Techniken gibt es Mengen von Literatur für jeden Stil und Geschmack. Hier seien lediglich einige Grundbegriffe beschrieben für diejenigen, welche gerade ihre ersten astrologischen Schritte wagen.

In den folgenden Seiten finden Sie Grundzüge Ihres eigenen Horoskopes anhand vieler Puzzlestücke beschrieben. Sie finden Erklärungen für astrologische Symbole - und Sie finden Denk-Anstöße zu Ihrem eigenen Innenleben. Über jeden einzelnen Abschnitt können Sie in Fachbüchern noch mehr lesen.

Ein persönliches Horoskop zeigt in Symbol-Form den Stand der Himmelskörper im Moment der Geburt, gesehen vom Ort der Geburt. Es besteht aus vier Arten von Einzelteilen:

1. Eigenschaften, symbolisiert durch Planeten
2. Persönlichkeitstypen, symbolisiert durch Tierkreiszeichen
3. Lebensbereiche, Häuser genannt (oder Felder)
4. Die Verbindungen und Zusammenspiele zwischen Planeten, Aspektegenannt.

Fast jedes dieser einzelnen Teile steht in Verbindung mit anderen Teilen. Die verschiedenen Eigenschaften (Planeten) beispielsweise werden von den Persönlichkeitstypen (Tierkreiszeichen) ,gefärbt', bei dem sie stehen; sie können sich gegenseitig hemmen, fördern oder sonstwie beeinflussen. Daraus ergibt sich die Vielfalt menschlicher Eigenarten.

Die Stellung der Sonne (,Das Ich') im Horoskop zeigt das ,eigene' Tierkreiszeichen. Wenn die Sonne beispielsweise im Widder steht, bekommt das 'Ich' Widder-Charakter. Die Sonne wird sozusagen von dem Tierkreiszeichen ,gefärbt'.

Der Mond (Gefühlsleben, Empfindungen) kann in einem ganz anderen Tierkreiszeichen stehen wie die Sonne und ist dann ebenso entsprechend 'gefärbt'. Das Gefühlsleben hat dann den entsprechenden Charakter. "Mond in den Fischen" bedeutet dann, daß das Gefühlsleben Fische-Charakter hat. Mit den weiteren Planeten ist es ebenso.

Der ,Aszendent' zeigt das Tierkreiszeichen, welches die ,äußere Rolle' leitet. Steht der Aszendent beispielsweise beim Schützen, so heißt das, daß diese Person nach außen wie ein ,Schütze' wirkt. Es heißt jedoch zuweilen, daß im Laufe des Lebens das Sonnen-Zeichen immer mehr das Aszendent-Zeichen überlagert, daß sozusagen das ,Ich' auch nach außen deutlicher sichtbar wird.

Die ,Häuser' stellen verschiedene Bereiche des eigenen Lebens dar. Ihre Größe bestimmt die Wichtigkeit, welche sie für einen selbst haben. Die in den einzelnen Häusern stehenden Planeten (bzw. deren Charakter) bestimmen, wie man in den einzelnen Bereichen z.B. handelt (Mars) oder denkt (Merkur) oder empfindet (Venus) usw.

Die Verbindungen der einzelnen Planeten zueinander werden Aspektegenannt. Zwei Planeten können direkt beieinanderstehen und so ihre Eigenschaften verbinden (Konjunktion); sie können sich gegenüberstehen und so eine Spannung bilden (Opposition); sie können im (gespannten) rechten Winkel (Quadrat) zueinander stehen oder in einem harmonischen Winkel (Trigon, Sextil). Durch solche Aspekte kommt Leben in ein Horoskop, die einzelnen Planeten (Eigenschaften) bekommen sozusagen miteinander zu tun.

In dieser Auswertung und in astrologischen Fachbüchern finden Sie Informationen darüber, was die einzelnen Planeten in den verschiedenen Tierkreiszeichen bewirken. Und was die Planeten in den einzelnen Häusern bewirken. Sie können viel über sich selbst und andere lernen, wenn Sie die einzelnen Aussagen genauer untersuchen.

Im Grunde ist Astrologie eine uralte Erfahrungswissenschaft. Woher die ältesten Anfänge stammen, darüber gibt es verschiedene Theorien. Tatsache ist, daß der Lauf der Sterne schon lange als Parallele zu den menschlichen Charakteren und Geschicken herangezogen wird. 6000 Jahre alte Funde in Mesopotamien, 8000 Jahre alte Tierkreiszeichnungen aus Nordwestafrika geben Hinweise darauf, daß Astrologie früher wohl ,heiliges Wissen der Eingeweihten' war. Ptolemäus (90-160), Kopernikus (1473-1543) und Kepler (1571-1630) haben die heute allgemein verwendeten Grundregeln der Astrologie maßgeblich mit geprägt und auch heute noch kommen mit jedem neuen Buch neue Anregungen mit ins Spiel. Neuere astronomische Entdeckungen erweitern das Weltbild der Astrologie: 1781 wurde der Planet Uranus entdeckt, 1846 Neptun, 1930 Pluto und 1977 Chiron.

Heute ist Astrologie einerseits zur oberflächlichen Zeitungs-Astrologie ,verkommen' (die nur das 'Sonnenzeichen' berücksichtigt und andere, Faktoren aus dem persönlichen Horoskop des Lesers nicht) - und wird andererseits als "nicht bewiesen" oder"wissenschaftlich unwahrscheinlich" angegriffen. Für den Interessierten ist die Astrologie neben alledem ein faszinierendes Werkzeug, um sich selbst und andere Menschen kennenzulernen, um Einblick in Zusammenhänge, Geschicke und vielleicht auch in ein Stück der Zukunft zu bekommen.

Hilfreich beim Studium dieses Werkzeuges ist die Vorstellung, daß es wohl zeitliche Parallelen gibt zwischen den Umläufen der Planeten und bestimmten menschlichen Eigenschaften. Ob dabei diese Planeten die Veränderungen im Menschen 'verursachen' oder ob die Parallelen auf irgendwelchen anderen Gesetzmäßigkeiten beruhen - dazu gibt es viele verschiedene Theorien. Für die astrologische Praxis brauchen Sie sich gottseidank für keine dieser Theorien zu entscheiden.

Sie brauchen nur die folgenden Seiten zu lesen, in denen die einzelnen Puzzlestücke Ihres persönlichen Horoskopes beschrieben sind. Wenn sie mögen, können Sie dabei die Symbole des Horoskopkreises von den ersten Seiten mit beachten, für den Anfang dürften die Texte jedoch interessanter sein.


DAIMON - Dämon
Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
Die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
Bist alsobald und fort und fort gediehen
Nach dem Gesetz, wonach Du angetreten.
So mußt Du sein, Dir kannst Du nicht entfliehen,
So sagten schon Sibyllen, so Propheten;
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.



Johann Wolfgang von Goethe in "Urworte, orphisch"

Bei den Griechen hieß "DAIMON" "göttliches Wesen".

Sokrates verwendete den Begriff "Dämonium" (DAIMONION) für die warnende innere Stimme (der Gottheit).

Im Deutschen ist ein "Dämon" ein (böser) Geist, ein Mittelwesen zwischen Mensch und Gott. Eine weitere Bedeutung ist: Dem Menschen innewohnende unheimliche Macht..

"Sibylle" waren in der Antike eine Name von weissagenden Frauen. Heute sind es auch geheimnisvolle Wahrsagerinnen.


Die 12 Tierkreiszeichen symbolisieren verschiedene Charaktere
Die Planeten symbolisieren menschliche Eigenschaften
Die Aspekte symbolisieren das Zusammenspiel der Planeten:


Gute und einfache Bücher für weitere Studien sind z.B.:
Von Nicholas Campion: Der praktische Astrologe, (ISBN 3-926537-06X); oder von Sakoian/Acker: Das große Lehrbuch der Astrologie, (gebunden ISBN 3-572-03754-9, oder als Knaur-Taschenbuch).

Sollten Sie zusätzlich zu dieser Auswertung fachkundigen Rat eines 'richtigen' Astrologen suchen, finden Sie entsprechende Anschriften in Ihrem Telefonbuch oder in Fachzeitschriften. Suchen Sie sich einen Astrologen aus, der Ihnen nicht nur fachlich kompetent erscheint, sondern auch menschlich zusagt!


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